GESPRÄCH MIT EX-AKTIVIST:
„Fridays for Future ist weltfremd“
VON MATTHIAS TRAUTSCH
Meine Erkenntnis:
Weltfremd ist schwer untertrieben!
Ich bin selbst jeden Freitag um 12 Uhr in Frankfurt mitgelaufen. Das mache ich nun nicht mehr!
Was die Leute da von sich geben, ist so planlos und daneben.
Das mache ich nicht mehr mit. Ich habe die Parolen nicht mehr mit gerufen und mir meinen Teil dabei gedacht.
Ich habe die Facebook Gruppe verlassen, und mehrere Teilnehmer, die mich mit ihrem Gefasel verfolgt haben, bei mir geblockt.
Für sie ist alles ein System: Viren, Kapitalismus, Banken, Klima und noch mehr. Alles sei Eins! Alles hängt miteinander zusammen.
Der eine wettert gegen die CDU, der nächste gegen die Linken und gegen die Grünen sowieso. Alles wäre koruppt.
Ich war mal einige Jahre bei den Grünen tätig und habe nichts darüber erfahren, dass da jemand korrupt wäre.
Ja, wollen sie vielleicht auch noch politisch an die Macht?
Aber da gibt es keinerlei Programm.
Vielleicht müssen wir die Zeit bis zum Niedergang unserer Menschheit auch noch einigermaßen organisiert verbringen.
Alles hänge miteinander zusammen! Was für ein Quatsch!
Viren entstünden durch das Vordringen des Menschen zum Beispiel in den Regenwald und so weiter.
Das hat mit der ursprünglichen Idee nichts mehr zu tun. Eine vollkommen hirnrissige Ideologie.
Und oft wurde gerufen:
Nieder mit dem Kapital! Ich habe mich mal informiert, was der Begriff Kapital überhaupt heißen soll.
Einer ruft das während der Demo in die Luft und die anderen wiederholen das dann in der Gruppe.
Das hört sowieso niemand. Die Demo wurde auch gar nicht mehr beachtet.
Ich konnte da nichts Negatives finden.
Ausgebeutet im Sinne von Marx wird von den Anwesenden sowieso keiner.
Sie leben auch von unserem System und nicht schlecht.
Sie leben auf Kosten der Eltern und boykottieren den Schulunterricht. Mehr konnte ich zum Schluss an der Veranstaltung nicht mehr finden.
Die Demo fand jeden Freitag um 12 Uhr beginnend an der Bockenheimer Warte mit lauter Musikbeschallung statt, die Straßen wurden extra gesperrt und Polizeifahrzeuge begleiteten die Demo durch die Stadt bis zur Alten Oper oder zur Hauptwache.
Es dauerte immer so bis 15 Uhr, also 3 Stunden.
Ich dachte, ich mache das als Rentner für das Wohl meiner Kinder, die aber interessierten sich überhaupt nicht dafür.
Sie sollen, wenn sie es wollen, selbst da mitmachen.
Ich denke, diese herangezogene "buddhistische Anschauung", die man "Intersein", die gegenseitige Abhängigkeit, (nach Thich Nhat Hanh) nennt, haben sie aufgenommen und nun wird die Sache nur noch ins Esotherische umgewandelt.
Viren entstehen halt nun mal, das war bei den Pocken genau so wie bei Masern, Ebola und AIDS.
Das hat mit dem Regenwald überhaupt nichts zu tun.
Und die Eingeborenen in Südamerika essen auch nur, was sie kriegen können. Das ist nicht unnatürlich. Sie essen auch Affen, vielleicht auch Fledermäuse neben Pflanzen und Wurzeln und bauen halt was an.
Dass sich da vielleicht Viren auf sie übertragen, kann man nicht ganz ausschließen. So ist halt die Natur.
Sie sind froh, dass sie überhaupt noch was zu essen haben.
Aus dem Blickwinkel der Wohlstandsgesellschaft diese Menschen zu verurteilen und sich über sie zu erheben ist im höchsten Maße diskriminierend.
Ich denke, man sollte mal lieber wieder in die Schule gehen und man kann auch nach 14 Uhr demonstrieren, und davor in die Schule gehen.
Die Demo, ob um 12 Uhr oder um 14 Uhr, interessierte hier in Frankfurt nur insofern die Menschen, dass dafür auch noch die Straßen gesperrt werden müssen.
Eine Ausweitung der Aufklärungsarbeit über die Entwicklung und Zukunft unserer Erde bringt nicht sehr viel, wenn man die einfachsten Zusammenhänge nicht weiß.
Einige Veranstaltungen von FFF haben wir mit Amnesty und Greenpeace mit veranstaltet, aber der Demo-Zug ist einfach für die Katz.
Die Zeit könnten die Jugendlichen mit Lernen besser verbringen.
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