Im Ostpark Frankfurt gestern
Was interessiert mich meine Vergangenheit, vor mir liegt meine Zukunft.
Weil ich doch jetzt meine Menschenrechte alle wieder eingehalten bekommen habe, Geschäfte sind wieder auf, und zumindest zeitweise dürfen wir aus dem Luftschutzbunker des Maskentragens heraus, kann ich mich doch wieder mehr um meine Menschenpflichten kümmern.
Wie wäre es denn damit:
Jede Person ist unendlich kostbar und muss unbedingt geschützt werden. Schutz verlangen auch die Tiere und die natürliche Umwelt. Alle Menschen haben die Pflicht, Luft, Wasser und Boden um der gegenwärtigen Bewohner und der zukünftiger Generationen willen zu schützen.
Der Dalai Lama sagt hierzu, man möge sich bitte so verhalten, dass es für die Kinder und Enkeln gut sei, dann liegt man immer richtig..
Das habe ich bisher immer getan.
Mehr noch: Habe ich aus einer Kultur einen geistigen Inhalt für mich verwenden dürfen, so habe ich für die Kinder dieser Kultur gespendet. Damit habe ich es übernehmen dürfen.
Geben und nehmen, oder nehmen und geben, und leben und leben lassen.
Ich hatte auch vor, eine Klage beim europäischen Menschengerichtshof in Straßburg zu erheben wegen der Klimaentwicklung und der Nichteinhaltung der Klimaziele.
Nun bin ich schon 61 und persönliche Betroffenheit ist notwendig, gesundheitlich bin ich vorbelastet, leider, vielleicht erreiche ich diesen Zustand, der in Menschenrechten nicht mehr zu erreichen sein wird, gar nicht mehr. Daher kommt das für mich nicht infrage.
Mit fridays for future werde ich mit grölenden Kindern auch nicht mehr auf der Straße gehen.
Meine Tätigkeit in der Gruppe von Amnesty International in Frankfurt werde ich wieder aufnehmen, wenn uns jetzt Gruppensitzungen erlaubt sind.
Und in den Chor kann man wohl auch nun zeitweise wieder gehen.
Es war wohl auch im Krieg so, dass, wenn keine feindlichen Flugzeuge, am Himmel waren, das normale Leben weiterging, und kamen sie dann, musste man in den Luftschutzbunker.
Das nennt man angepasstes Verhalten.
Änderung des Tempos und des täglichen Trotts.
Kontinuität im Leben gibt es nicht und ist eine reine Einbildung, wir nennen das auch Dünkel.
Das ist normal. Tempowechsel. Tempowechsel ist das Salz in der Suppe des Lebens.
Jeder Musiker ist das gewöhnt.
Solange es geht, die Inzidenzen niedrig sind, kann man die Leinen wieder etwas loslassen, und auf See stechen. Vollkommen normal.
Die vierte Welle wird kommen, das ist abzusehen, eine einheitliche, gewohnheitsmäßige, Regelung für alles, gab es nicht im Leben, gibt es nicht im Leben und wird es auch nie im Leben geben.
Eine reine Einbildung des Geistes. Man nennt es auch Dünkel.
Es gibt wieder ein Recht auf das ewige Leben, noch auf die ewige Jugend, und auch nicht auf das dauerhafte Ausbleiben von Krankheiten.
Dafür sind weder Politiker noch Ärzte verantwortlich. Es ist auch nicht ihr Job.
Wenn es regnet, nehme ich mir einen Regenschirm, und wenn die Sonne scheint eben nicht.
Das macht auch jeder, und es kann auch nicht an jedem Tag die Sonne scheinen, es muss auch mal regnen, und heute regnet es, Mist, es regnet, und mein Tagesablauf ist nicht so zu planen, wie ich es mir gestern vorgenommen habe.
Das ist halt nun mal unser Klima hier. Besser als ewiges Eis, ewige Trockenheit, und es wächst nichts. Wie in Afrika.
Froh können wir hier sein, unendlich froh.

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